Dienstag, 19. März 2013

Sex and the City Generation


Wir sind die Sex and the City Generation. Wir sind zwischen 25ig und 35ig Jahre alt, wohnen in der Stadt und haben interessante Jobs oder zumindest eine geregelte berufliche Tätigkeit. Wir kleiden uns stilvoll, die einen mit ein bisschen mehr Hingabe, die anderen mit einem grösseren Hang zur Natürlichkeit.

Wir betonen unsere Vorzüge und möchten wenn nicht ein perfektes, dann ein gutes Bild von uns abgeben. Was Männer anbelangt sind wir in guter Gesellschaft, da wir immer neue kennen lernen und regelmässig auf Dates gehen. Die Dates sind manchmal schön, manchmal langweilig, oft strange und finden über einen längeren Zeitraum oder auch nur einmalig statt. Mit unseren Freundinnen tauschen wir uns über die Date Episoden aus: Wir erzählen vom gemeinsamen Kochen, vom nicht vorhandenen Funken, vom Herumgebluffe, von der traditionellen Wohnungseinrichtung, übereinstimmenden Interessen oder von der Frau, mit der wir es uns dann doch nicht vorstellen konnten. Hört man sich die Date Geschichte an, fühlt man sich in die Zeit zurück versetzt, in denen man die Sex and the City Staffeln rauf und runter geschaut hat. Gehen wir davon aus, dass wir eher Carrys, Charlottes oder Mirandas sind und weniger in Richtung Samantha tendieren, dann erhoffen wir uns mit jedem neuen Date den Partner zu finden, der uns die Verbundenheit und die Zweisamkeit gibt, die wir uns so sehr wünschen. Und nicht zuletzt sind wir auf der immer währenden Suche nach dem Einen, dem Mr. Right. Die typische Sex-and-the-city Frau – ob sie die Serie nun kennt oder nicht – glaubt, dass es immer einen „Freund“ geben muss, der in diesem Moment an ihrer Seite sein könnte und geht darum mit Eifer auf die Suche. Ihre Devise lautet: Je mehr Dates umso besser stehen die Chancen die grosse Liebe zu finden. Wenn es im Ausgang nicht klappen will, erstellt man einen account bei einer online Partnerbörse. Es werden Ratgeber gelesen und im Fitnesscenter ein Abo gelöst. Weil es aber im Übermut mit dem Finden des Seelenverwandten nicht klappen will, fängt man an an sich zu zweifeln. Man hinterfrägt sich selber und fühlt sich zuweilen nicht mehr gut genug für diese Welt. In diesen Situationen ist Frau dann auch geneigt sich zu beklagen, dass es keine guten oder keine speziellen Männer mehr gäbe. Aber ist sie eine wahre Sex-and-the-city Frau wird sie nicht aufhören zu daten. Sie wird auch dem Mann noch eine Chance geben, der sich beim ersten Date als nicht all zu kompetent erwiesen hat, aber doch noch Liebe auf den 2. Blick sein könnte. In ihrem Eifer wird sie kaum bemerken, dass das ständige sich öffnen und sich hingeben an ihrem Selbstwert rüttelt und sie unter Druck setzt und stresst. Die Dates, bei denen es nicht geklappt hat, sind nicht nur für sie eine Enttäuschung, sondern hinterlassen auch bei Mann ein unangenehmes, peinlich berührtes Gefühl. Doch als Sex-and-the-city Frauen gibt man nicht auf bis man das gefunden hat was man will. Auch wenn das Suchen keinen Sinn hat und wir nicht wahrhaben wollen, dass das Kennenlernen des Richtigen oder eines Richtigen ein „sich ergeben“ ist und nicht ein Planen. Den Mann fürs Leben werden die Frauen kennen lernen. Doch nicht heute, auch nicht morgen. Doch dass sie ihn vielleicht erst in zwei Jahren trifft, ist für eine Sex-and-the-City Frau schwer zu verstehen.

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